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Lob und Anerkennung in der Pferdeausbildung

Lob & Anerkennung: Motivation in der Pferdeausbildung

Das Loben des Pferdes im täglichen Umgang und im Training ist extrem wichtig und essentiell. Genau wie wir Menschen werden Pferde gerne gelobt, das Streben nach Anerkennung ist ein Urtrieb.

„Ich vergleiche Pferde gerne mit hochbegabten Kindern. Alle haben Talente und ihren eigenen Zugang und alle haben eines gemeinsam: Sie lieben Anerkennung“, bringt es Jessi auf den Punkt. „Je mehr wir als Reiter ihren Einsatz anerkennen, umso mehr freuen sie sich, etwas zu leisten und im Training mitzuarbeiten.“

Das Pferd braucht eine Rückmeldung. Selbst wenn es nur kleine Verbesserungen in einem Bewegungsablauf oder einer Lektion sind, sollte der Reiter diese positiv honorieren, denn so entsteht ein Motivationskreislauf: Der Reiter fordert etwas ein und das Pferd ist motiviert, sein Bestes zu geben, weil es sich auf das Lob freut.

Auf keinen Fall strafen

Strafen sollte man das Pferd bei unerwünschtem Verhalten auf keinen Fall – nicht loben bzw. ignorieren reicht dem Pferd als Feedback aus. Strafe sorgt für Verwirrung, das Pferd ist frustriert, im schlimmsten Fall gestresst oder ängstlich, weil es den Reiter nicht versteht. Und ein ängstliches, gestresstes Pferd kann nicht lernen und leisten, es ist blockiert.

Loben kann der Reiter auf unterschiedliche Art und Weise: über seine Stimme, das Abklopfen am Hals oder hinter dem Sattel und über Futter – wobei bei Futter immer die Gefahr besteht, dass das Pferd anfängt, zu betteln oder aufdringlich zu werden. Auch eine Schrittpause nach einer Trainingssequenz oder dem Üben einer Lektion, kann eine Form des Lobens sein.

„Ich versuche in der Arbeit mit meinen Pferden extrem viel zu loben und ich lobe sehr überschwänglich – mit der Stimme oder über das Klopfen. Und jedes Pferd bekommt nach dem Training eine Karotte in der Stallgasse“, erzählt Jessica von Bredow-Werndl und betont: „Man sollte immer differenzieren, wann man das Pferd lobt. Im Normalfall sollte das Lob immer sofort auf eine positive Reaktion des Pferdes erfolgen. Wenn man aber ein Pferd hat, dass zum Beispiel in der Anlehnung noch nicht gefestigt ist, kann ich Unsicherheit hervorrufen oder das Pferd stören, wenn ich mit einer Hand oder beiden Händen vorgehe, um es zu loben, weil dann die Verbindung verloren geht. Deswegen ist es manchmal besser, erst durchzuparieren und einen ganz kurzen Moment später ausgiebig zu loben.“

Die Dressurausbilderin bekommt durch das Loben viel von ihren Pferden zurück, sagt sie. „Die Zusprache, die ich den Pferden durch das Lob gebe, kommt hundertfach zurück.“

Diese Philosophie teilt Jessica mit ihrem Bruder Benjamin. Er erzählt im Interview, warum für ihn das Loben unerlässlich ist:

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