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Aubenhausen Club Blog Turniervorbereitung Optimales Training für den Turnierstart

Optimales Training für den Turnierstart

Für viele steht der Start in die Turniersaison kurz bevor. Die Winterpause ist eine gute Gelegenheit, um Grundlegendes zu festigen und um an individuellen Herausforderungen zu arbeiten. Aber: Wie trainiert man am besten, wenn dann der erste Turnierstart kurz bevorsteht?
„Grundsätzlich ändert sich nicht viel an der Basisarbeit“, betont Benjamin. „Ich arbeite daran, das Pferd ins Gleichgewicht und zum Tragen zu bringen, damit ich als Reiter zum Loslassen komme. Das mache ich quasi bis zum letzten Meter, bis ich einreite.“
Der falsche Weg ist, in der Turniervorbereitung nur noch Lektionen zu pauken und das Training an Losgelassenheit und Durchlässigkeit darüber zu vergessen. Je besser die Feinabstimmung und Kommunikation zwischen Pferd und Reiter ist, desto schneller und harmonischer kann man am Prüfungstag auf eine kleine Unstimmigkeit eingehen, um Fehler zu vermeiden, oder sich nach einem kleinen Patzer wieder zu sammeln, um nicht völlig aus dem Konzept zu geraten.“

Die optimale Turniervorbereitung mit deinem Pferd

Neben der Basisarbeit konzentriert sich Benjamin auf die Aufgabe, die auf dem Turnier zu reiten ist. Er schaut sich an, was gefordert ist, entnimmt Teile aus der Aufgabe und trainiert dann diese Abfolgen. Das kann mal nur die Galopptour sein oder auch einzelne Lektionen. Ebenfalls eine gute Möglichkeit: eine Testaufgabe reiten oder auch gleich die Prüfung mit wirklich allem simulieren – also die Mähne einflechten, weiße Reithose, weiße Schabracke, Vorbereitung auf einem Abreiteplatz und dann die Aufgabe im „Prüfungsviereck“ absolvieren.
„Im Training selbst muss ich mich dann fragen, wenn etwas nicht klappt, warum das so ist“, erklärt Benjamin. „Habe ich ein Problem mit einer Lektion oder der Abfolge von mehreren Lektionen, liegt die Lösung meistens darin, einen Schritt zurückzugehen und es dem Pferd wieder einfacher zu machen. Gibt es beispielsweise ein Problem bei den Serienwechseln, würde ich mich zunächst wieder auf einzelne Wechsel konzentrieren. Ein Wechselproblem ist in den meisten Fällen eher ein Durchlässigkeitsproblem. Oder geht im Schulterherein der Fluss verloren und das Pferd hat Schwierigkeiten das Gleichmaß zu halten, übe ich erst wieder das Schultervor. Ist es in der Trab-Traversale schwierig, das Pferd auf der Linie im flüssigen Seitwärts zu halten, übe ich den Schenkelgehorsam zunächst im Schritt und dann erst wieder im Trab.“

Mentale Vorbereitung für dich als Reiter

Neben dem Training mit dem Pferd ist es aber auch wichtig, sich mental auf den Turnierstart vorzubereiten. Mental vorbereiten bedeutet, die Prüfung gedanklich zu simulieren. Also die Aufgabe konkret Schritt für Schritt im Kopf durchzureiten, jede Lektion, jede Ecke, jedes Abwenden. Das speichert das Unterbewusstsein als real ab. „Durch diese mentale Vorbereitung hatte ich in einer Aufgabe auf dem Turnier schon oft das Gefühl, als ob ich das schon einmal erlebt hätte – das gab mir enorme Sicherheit. Das ist ein wichtiger Teil des Turniertrainings! Wichtig ist dann nur, flexibel zu bleiben, also sich letztendlich den wirklichen Gegebenheiten anpassen zu können. Das ist dann die Kunst beim Reiten. Man darf Künstler bleiben!“

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