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Reiten in der Schwangerschaft

Reiten in der Schwangerschaft – wie ich weiß, was möglich ist?

Eine Schwangerschaft ist ein besonderer Ausnahmezustand. Vor allem ein Ausnahmezustand, den jede Frau anders erlebt und wahrnimmt. Jede Reiterin stellt sich in dieser Zeit unweigerlich die Frage, ob und in welchem Umfang sie noch in den Sattel steigen kann. Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Das hängt von vielen Faktoren und dem eigenen Gefühl ab, davon wie gut die Reitkenntnisse der Schwangeren sind, ob es eine komplikationslose Schwangerschaft ist und es ob es medizinische Bedenken gibt. Generell wirkt sich Sport in der Schwangerschaft positiv auf die Gesundheit aus, senkt den Bluthochdruck und erhöht die Sauerstoffversorgung. Rückenschmerzen können vermieden werden und eine bessere Kondition und ein besseres Körpergefühl fördern einen positiven Schwangerschafts- und Geburtsverlauf. Dennoch ist und bleibt das Reiten eine Risikosportart und das Pferd ein Faktor, der nie zu 100 Prozent berechenbar ist.

Reiten in der Schwangerschaft ist eine individuelle Entscheidung

Reiten ja oder nein – das ist immer eine individuelle Entscheidung und persönliche Risikoabwägung. Und jede Entscheidung sollte immer in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin bzw. mit der Hebamme getroffen werden. Jede von uns ist anders und jedes Pferd ist anders. 
Reitet man noch, reitet man jedes Pferd, jede Disziplin, Turniere, Training? Jessica ist routinierte Spitzensportlerin, zum zweiten Mal schwanger und im sechsten Monat noch souverän Dressur-Weltcupsiegerin geworden.
Sie sagt: „Was geht, entscheidet mein Körper. Ich muss einfach ehrlich zu mir selbst sein und auf die Anzeichen meines Körpers hören. Mit dem Turnierreiten mache ich jetzt erstmal Pause. Im Moment fühle ich mich noch sehr, sehr gut, aber aussitzen und vorwärtstraben fühlt sich schon nicht mehr so gut an – also lasse ich das! Und greife auf die Hilfe meiner Mädels zurück. Es ist wichtig, dass ich mir selbst nichts vormache, sondern ehrlich bin und hinhöre“.

Gut auf den eigenen Körper hören

Ehrlich sein und hinhören bedeutet eben auch manchmal, sich zurückzunehmen und für eine Weile vielleicht auf etwas verzichten zu müssen, was einem am Herzen liegt. „Wir haben zum Glück ein geniales Team – und ich schaffe es insofern mich zurückzunehmen, als dass ich diesem Team vertraue und die Pferde ja auch weiter von unten begleite.“ 
Jede Frau sollte für sich selbst entscheiden, was für sie noch geht und was nicht. Das Umfeld hat oft viele Ratschläge parat – davon sollte man sich frei machen. „Das mit dem Reinreden ist ja das ganze Leben so, das hat nicht explizit was mit der Schwangerschaft zu tun“, betont die Doppel-Olympiasiegerin. „Ich glaube, das hat was mit Selbstvertrauen zu tun. Und dieses Selbstvertrauen habe ich natürlich auch nicht immer gehabt. Im Moment vertraue ich mir und meinem Körper sehr und natürlich gibt mir meine erste Schwangerschaft auch ein bisschen mehr Sicherheit, so dass ich für mich weiß, was geht und was nicht geht. Und durch die regelmäßigen Check-ups rückversichere ich mich bei meiner Ärztin, ob alles gut ist und versuche vernünftig unvernünftig zu sein.“

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