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Angst beim Reiten

Umgang mit Ängsten beim Reiten

Das Wichtigste vorweg: Ängste gehören zum Leben. Es geht nicht darum, sie zu vermeiden oder zu umgehen, sondern mit Ängsten richtig umzugehen. Sie sind Teil der menschlichen Entwicklung und treten oft auf, wenn wir etwas Neues kennenlernen. Sie stimulieren das Nervensystem, um Höchstleistungen zu ermöglichen. Ängste können aber ebenso Überhand nehmen, „außer Kontrolle“ geraten und zu Blockaden führen. Blockaden bzw. Ängste sind meistens das Ergebnis von Leistungsdruck und hohen Erwartungen. Stress und/oder Angstgefühle (z.B. Angst vor Versagen, Blamage, etc.) befeuern gerade diese Blockaden bzw. schüren diese Ängste. Dies hat oft zur Folge, dass der betroffene Reiter nicht sein volles Potenzial abrufen kann. Stattdessen setzt man sich in Stress-Situationen, z.B. bei Prüfungen oder Turnieren, unnötig unter Druck und durch die negativen Gedanken steht man sich selbst im Weg.

„Auslöser solcher Ängste ist meist der Zweifel an den eigenen Fähigkeiten“, so Fitnesscoach Marcel Andrä. „Mit der Zeit manifestiert sich die Unsicherheit als Angst und es kommt immer mehr zu Blockaden. Dabei ist der Verlauf in der Regel immer der gleiche: Angst vor dem Versagen führt zu einer geringeren Denkleistung. Es kommt zu einer flacheren Atmung, dass Gehirn erhält weniger Sauerstoff und es kommt zu einem weiteren Leistungsabfall. Dies wiederum führt zu einer höheren Frustration und durch die vermehrte Anstrengung kommt es zu einer früheren Erschöpfung. Bei der Selbstreflexion merkt man schnell, dass die Anstrengungen nicht im Verhältnis zu dem gewünschten Ergebnis stehen. Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit machen sich breit, was neue Versagensängste nach sich ziehen kann.“

Ängste hat jeder von uns. Auch Spitzensportler und Top-Reiter wie Jessica sind davor nicht gefeit. „Auch ich habe Ängste und bin aufgeregt“, so die Team-Europameisterin. „Aber ich habe gelernt, zu meinen Ängsten zu stehen. Am meisten hat mir die Erfahrung geholfen, dass ich trotz Aufregung tolle Prüfungen reiten kann. Das hat mir gezeigt, dass Aufregung auch etwas Positives ist: Ich bin präsent, oft besser konzentriert und fokussiert.“

Umgang mit Ängsten beim Reiten

Marcel Andrä hat ein paar Tipps für den richtigen Umgang mit Ängsten:

Atem- und Entspannungsübungen können helfen, die innere Balance wiederherzustellen, indem Körper und Geist miteinander in Einklang gebracht werden.

Bewegung und Sport lösen körperliche Verspannungen und stimulieren geistige Fähigkeiten. Das fördert die Kreativität und gibt neue Energie.

Mentales Training kann sehr gut unterstützen, um das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken und um Versagensängsten vorzubeugen.

Komfortzone verlassen. Viel zu oft schwimmt man in seiner eigenen Wohlfühlzone, die auch nur ungern verlassen wird. Dabei ist die Angst vor ungewohntem Terrain nur selten begründet. Es heißt nicht umsonst „Wer wagt, gewinnt!“ Einfach mal machen und den inneren Schweinehund überwinden und nicht immer den Kopf zerbrechen.

Visualisierung. Man muss sich erst seine Erfolge und seine Leistungsfähigkeit vorstellen können, geistig erlebt und emotional durchlebt haben, um dann auch körperlich in der Lage zu sein, diese Leistung abrufen zu können. #DREAMBIG

Jessi verrät ihren ganz persönlichen Trick: „In Momenten großer Aufregung erinnere mich, dass ich als kleines Mädchen immer mit Pferden tanzen wollte. Und freue mich, dass ich das jetzt machen darf.“

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